Sich selbst ein wenig leichter nehmen
Abnehmen, Gewichtsreduktion, Diät, Sport,
Idealfigur, Attraktivität, Fettabsaugung
- das mediale Trommelfeuer ist kaum vermeidbar,
es sei denn, man verzichtet auf das Fernsehen, verkneift
sich jede Illustrierte, geht nie ins Kino und übersieht
jede Werbetafel. Trotzdem ist die Zahl der Übergewichtigen
in den westlichen Ländern so hoch wie nie.
Versicherungen, Gesundheitspolitiker
und Mediziner schlagen Alarm.
Vor allem
bei Kindern und Jugendlichen zeigt sich eine alarmierende
Tendenz, die von Ärzten auf den Punkt gebracht
wird: Hier wächst derzeit eine Generation heran,
die wegen ihrer angeschlagenen Gesundheit früher
sterben könnte als ihre Eltern. Übergewicht
bis hin zur Fettsucht stellte eine der großen
Krankheiten des letzten Jahrhunderts dar und nichts
spricht dafür, dass sich dieses im neuen Jahrtausend
ändern wird. Gesundes
wird somit immer mehr zu einem wesentlichen Thema,
gerade auch bei jüngeren Menschen.
Die Gefahren des Übergewichts: Übergewicht
hat oft viele verschiedene Ursachen. Manche Menschen
leiden schon von Kindesbeinen an unter Übergewicht
und andere werden übergewichtig, wenn sie das
. Übergewicht
hat immer eine medizinische, eine soziale und eine
psychologische Seite. Medizinisch betrachtet, steigert
Über- gewicht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
In vielen Fällen zeigt sich erhöhter Blutdruck,
schlechte Cholesterinwerte führen zu Ablagerungen
an den Gefäßwänden, was die Infarkt-
und Schlaganfallgefahr steigert. Die
tragenden Knochengelenke werden durch das überhöhte
Körpergewicht übermäßig strapaziert,
wodurch Schäden an Knie- und Hüftgelenken
drohen. Das Risiko, an Diabetes
mellitus Typ II zu
erkranken ist signifikant erhöht.
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Lassen sich solche bedenklichen Tatsachen
noch mit einem "Mir geht es doch gut" zur Seite
schieben, gehört verminderte körperliche Leistungsfähigkeit,
besonders in Form von Kurzatmigkeit, zu den unwiderlegbaren
Hinweisen, dass Übergewicht die Lebensfreude mindert.
Zudem stehen Übergewichtige in vielen Fällen auch
unter einem hohem sozialem Druck, denn neuere psychologische
Untersuchungen belegen, dass viele Kinder ihre übergewichtigen
Altersgenossen als dumm einstufen und nicht mit ihnen befreundet
sein möchten. Man braucht keine ausgefeilten Tests, um
das festzustellen. Der Schulhof hat seine eigene Psychologie
und die ist selten rücksichtsvoll. Mag sein, dass die
Eltern ihr "Dickerchen" putzig finden, die gnadenlosen
Spötter in der Schule haben jedenfalls ein lohnendes
Zielobjekt.
Übergewicht - Nachteil in der beruflichen Karriere?
Ganz anders als noch zu Zeiten des Wirtschaftswunders, in
den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, ist Übergewicht,
ab einer gewissen Stufe, auch in der Managementhierarchie
nicht mehr akzeptabel. In einer Zeit, in der die Außendarstellung
eines Unternehmens den Börsenwert bestimmen kann, erscheint
ein Wirtschaftskapitän unglaubwürdig, wenn er nicht
einmal die eigene Taille unter Kontrolle hat. Deshalb; wer
befolgt, kann in wenigen Tagen
schon erste Erfolge sehen.
| Zweifel
an Belastungsfähigkeit und Durchsetzungswillen
werden angesichts sportlich durchtrainierter Figuren
kaum geäußert. Dem Übergewichtigen
selbst, und hier beginnt die psychologische Seite,
wird von seiner Umwelt ständig ein Ideal
vor Augen geführt, dem er nicht entsprechen
kann. Übergewicht gilt als Zeichen mangelnder
Selbstbeherrschung.
Und auch die Mode ist (trotz XXL-Geschäften)
nicht unbedingt für Übergewichtige gemacht,
das einzige passende Kleid erinnert an ein Einmannzelt,
der Gang ins Schwimmbad bedeutet einen Spießrutenlauf,
in der Sommerhitze eine Treppe zu ersteigen, wird
mit einem peinlichen Schweißausbruch bezahlt.
Die Beispiele ließen sich bis ins Unendliche
fortführen.
Oftmals hat der Übergewichtige schon eine
Vielzahl von Diäten durchprobiert - nur um
nach kurzer Zeit wieder auf das alte Gewicht zu
kommen und sogar eine weitere Fettschicht zuzulegen.
Es ist ein wahrer Teufelskreis - das Selbstwertgefühl
sinkt, Essen als Frustrationsbewältigung
führt zu weiterer Gewichtszunahme, die sozialen
Kontakte werden durch Chips und Fernsehen ersetzt.
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Abnehmen - Der richtige Weg
Der Weg zum Abnehmen, zu einem
besseren Körpergefühl, zu mehr Gesundheit und
Schwung und Lebensfreude beginnt dort, wo das Problem
seine Wurzeln hat. In der Psyche jedes Einzelnen.
95 Prozent aller Übergewichtigen haben sich ihren
Ballast selbst angefuttert. Also: Tief einatmen, lachen,
tief ausatmen. Sich selbst darüber klar werden, warum
der Wunsch besteht abzunehmen. Nur weil die Freundin zickelt
oder die Hose vom letzten Jahr nicht mehr passt? Oder
vielleicht doch, weil man einsieht, dass es so nicht mehr
weitergehen kann? Der bekannte Witz "Ich kann so
viele von diesen Diätkeksen essen, wie ich will,
ich nehme einfach nicht ab" enthält eine Wahrheit.
Ohne eine Änderung jener Verhaltensweisen, die die
Gewichtsprobleme erst hervorriefen, geht überhaupt
nichts.
Man sollte nicht unbedingt sein ganzes Leben umkrempeln,
aber als ersten Schritt etwas bewusster und besonnener
mit den Themen Nahrung, Genuss und Essen umgehen. Die
modische Vokabel "Achtsamkeit" führt in
die richtige Richtung.
Eine Tatsache
ist unbestreitbar, obwohl sie im Zeitalter der Wunderdiäten
gerne übersehen und in der Werbung oftmals verschwiegen
wird: Abnehmen ist ein Langzeitprojekt. Und es soll
sogar dauern, sonst bedeutet der gefürchtete Jo-Jo-Effekt
von rapider Gewichtsreduktion, mit nachfolgender ebenso
rapider Gewichtszunahme ein ernstes Gesundheitsrisiko
und unterläuft alle positiven Auswirkungen des
Abnehmens. Während einer Diät sollte man seinem
Körper auf jeden Fall die wichtigsten Mineralien,
Spurenelemente und
gönnen. Viel Wasser trinken ist in jedem Fall förderlich.
Tipp: - Was muss man beim Kauf von Medikamenten
übers Internet beachten?
Wieviel abnehmen?
Mediziner halten beim gesunden
ein bis anderthalb Kilo Gewichtsverlust in einer Woche
für ein optimales Ergebnis. Am Anfang geht es schneller,
weil der Körper Wassereinlagerungen ausschwemmt.
Der anfänglichen Euphorie folgt unweigerlich die
Enttäuschung, weil die Waage sich nicht mehr in der
erwünschten Abwärtsrichtung bewegt, es sogar
wieder zu einer leichten Gewichtszunahme führen kann.
Hier spielt also wieder die Psyche die entscheidende Rolle.
Sich aus Frustration nun eine Sahnetorte zu genehmigen,
ist der falsche Weg, und das obwohl es besagte Sahnetorte
inzwischen auch in der Diätvariante gibt.
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Überhaupt
existieren eine Vielzahl von Möglichkeiten,
sich weniger Kalorien zuzuführen und dennoch
Spaß am Essen zu behalten. Wer sich in einem
Buchladen dem Regal mit den Kochbüchern nähert,
findet eine genügende Anzahl an Rezepten,
die Genuss mit Diätvorteilen verbinden.
Auf diese Weise lässt sich vielleicht auch
die renitente Familie auf die gesündere Art
der Ernährung einschwören. Denn das
Abnehmen in der Gemeinschaft hilft, bei der Stange
zu bleiben und spornt an. Das Prinzip der Diätclubs
funktioniert auch im kleineren Kreis. Sport ist
hilfreich, weil er einerseits den Kalorienverbrauch
erhöht, andererseits auch für ein positives
Körpergefühl sorgen kann.
Ein Arztbesuch zur Abklärung eventueller
Risiken ist obligatorisch. Wichtig ist, sich selbst
Zeit zu lassen, sich erreichbare Ziele zu setzen,
sich selbst zu belohnen und nicht die Nerven zu
verlieren, aber vor allem sollte man eines niemals
tun: sich selber zum Sklaven fremder Ideal- vorstellungen
machen. |
In Zeiten der digitalen Bildnachbearbeitung und Foto-Retusche
sieht kein Modell in der Realität so aus wie auf
dem Titel eines Hochglanzmagazins. Am Ende des Weges kommt
es darauf an, man selbst zu sein. Ohne überflüssiges
Fett, aber sicherlich auch ohne überflüssige
Verbissenheit.
Redaktioneller
Beitrag von A. Ganter - Thema: Abnehmen - Gewichtsreduktion
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