Aufkleber & Sticker


Aufkleber und ihre Herstellung

Deutschlandaufkleber in Herzform als Design-BeipielDie Welt der Aufkleber ist extrem vielfältig. Vom selbstbedruckten Etikett bis zum aufwändig gestalteten Werbeträger wird er in unzähligen Varianten hergestellt.

Gemeinsam befindet sich auf allen Aufklebern eine Klebeschicht auf der Rückseite. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Manche haften nur und lassen sich rückstandsfrei wieder entfernen, sollen sich nicht ohne Zerstörung des Trägermaterials wieder lösen lassen.

Die Herstellung von Aufklebern unterscheidet sich insbesondere im Trägermaterial und im Druckverfahren. Als Trägermaterial für Aufkleber wird entweder Papier oder eine Kunststofffolie eingesetzt. Obwohl Papier sehr empfindlich für Feuchtigkeit ist, sind Papieraufkleber bedingt auch für den Außenbereich geeignet. Sie werden aber hauptsächlich im Innenbereich eingesetzt. Papier ist besonders für Aufkleber interessant, die nicht zerstörungsfrei ablösbar sein sollen. Beispiele sind Paketaufkleber, die eindeutig einem Packstück zugeordnet sein sollen, oder Preisetiketten, die der Einzelhandel auf Waren klebt, um den Preis des einzelnen Produkts eindeutig kenntlich zu machen. Eine andere Möglichkeit, das zerstörungsfreie Ablösen zu erschweren, ist das unvollständige Stanzen des Aufklebers in kleine Teile. Dieses Verfahren wird nicht nur bei Papieretiketten wie den Preisschildchen eingesetzt. Auch bei Kunststoffaufklebern findet es Verwendung, zum Beispiel bei den Zulassungs- und TÜV-Plaketten auf Kfz-Kennzeichen. Solche gestanzte Aufkleber halten beim Ablösen vom Schutzpapier noch zusammen, lösen sich aber in Einzelteile auf, wenn sie einmal fest aufgeklebt sind.

Aufkleber für Innenanwendungen selbermachen

Die Herstellung von Aufklebern aus Papier ist auch ohne großen Aufwand mit einem normalen PC und einem einfachen Tintenstrahl- oder Laserdrucker möglich. Entsprechende Blanko-Etiketten, die sich mit gängigen Druckern vom PC aus bedrucken lassen, sind auf DIN-A4 Bögen im Schreibwarenhandel erhältlich. Diese Etiketten sind zum einfachen Abtrennen vorgestanzt und mit einem Schutzpapier versehen. Je nach Ausführung lassen sie sich in einem normalen Tintenstrahldrucker oder einem Büro-Laserdrucker bedrucken und dann einzeln vom Schutzpapier ablösen. Für den Inddor-Bereich - etwa zum Beschriften von Ordnern, Schubladen etc. - ist diese Variante bestens geeignet, da für Individualität und günstige Kosten gesorgt ist.

Aufkleber für den Outdoor-Einsatz

Im Außenbereich und allgemein in der Werbung eingesetzte Aufkleber nutzen überwiegend Kunststoff als Trägermaterial. Solche Aufkleber lassen sich normalerweise im Ganzen wieder entfernen. Wie einfach, und ob das auch rückstandsfrei möglich ist, hängt vom verwendeten Klebstoff ab. Als Trägermaterial eignen sich sowohl das leicht recyclierbare Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP), als auch des problematischere Polyvinylchlorid (PVC) sowie einige Spezialkunststoffe. Das Bedrucken ist mit allen gängigen Druckverfahren möglich. Bei höheren Auflagen liefert der Siebdruck preisgünstige Resultate, allerdings ist bei mehrfarbigen Aufklebern ein Arbeitsgang pro Farbe notwendig. Die Kosten steigen beim Siebdruck daher proportional mit der Anzahl der Druckfarben. Der Siebdruck verwendet ein feines Sieb, dessen Löcher durch ein Photochemisches Verfahren teilweise verschlossen sind. Beim Druck liegt das Sieb auf dem zu bedruckenden Material. Die Druckfarbe wird auf das Sieb aufgebracht und durch die offenen Löcher des Siebs gepresst. Dieser Vorgang ist sowohl vollautomatisch, als auch von Hand, unter Einsatz eines Rakels möglich. Siebdruck eignet sich daher auch gut für die Herstellung kleiner Serien in Handarbeit.

Druckmöglichkeiten

Während man sich seine Etiketten und Einzelanfertigungen am heimischen Computer ausdrucken kann, kommen beii professionellen Aufklebern Druckverfahren sowie darauf abgestimmte Druckvorlagenzum Einsatz.

Offsetdruck

Im professionellen Bereich ist der Offsetdruck die kostengünstigste Variante zur Herstellung großer Serien. Bei diesem Druckverfahren, das beispielsweise auch für das Drucken von Zeitungen eingesetzt wird, werden die Druckfarben auf eine Trommel übertragen und von dieser auf das Papier oder die Kunststofffolie aufgebracht. Im Offsetdruck sind sehr hohe Druckgeschwindigkeiten sowie alle erdenklichen Farbtöne (auch RAL farben) möglich. Ausgangsbasis, bzw. Druckvorlage sind hier oftmals speziell von Grafikerhand erstellte Vektor-Dateien, gerade was Logoprints angeht.

Digitaldruck

Firmenaufkleber digital gedrucktFür kleinere Serien eignen sich besonders digitale Direktdruckverfahren, die mit speziellen, PC gesteuerten Druckern arbeiten. Der Druckprozess läuft hier ähnlich ab, wie beim heimischen PC mit angeschlossenem Tintenstrahl- oder Laserdrucker. Allerdings sind die angeschlossenen Drucker in der Lage auch die typischen Trägermaterialien von Aufklebern zu bedrucken. Diese Drucke sind sehr hochwertig und dazu auch in kleineren Serien günstig zu bekommen. Eine Online-Druckerei verwendet hier zumeist (via Netz hochladbare oder per E-Mail einzureichende) PDFs oder gezippte Tiff-Dateien im CMYK-Vierfarbmodus, da auch der Druck im digitalen Vierfabendruckverfahren vonstatten geht.

Doming / 3D Sticker

Ein besonderes Druckverfahren für Aufkleber, ist das Doming, auch 3D-Druck genannt. Bei diesem Verfahren wird der Aufkleber zunächst normal bedruckt und dann mit einer Kunststoffschicht überzogen, die einen 3D-Effekt erzeugt.

 


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