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Deutschlandfahnen zur EM 2012 |
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Die Deutsche Flagge als Fanartikel
Seit der WM 2006 bei
uns ein topaktuelles Thema, denn fast jeder deutsche
Fussballfan schmückt sich bei anstehenden
internationalen Fußballturnieren spätestens
seither mit der deutschen Flagge, egal ob im Garten,
am Körper, am Auto oder auf dem Balkon.
Die deutsche Fussball-WM im Sommer 06, mit ihren zahlreichen
schwarz-rot-goldenen Public Viewings und Sommerpartys
in den deutschen Städten, gab Deutschland endlich
wieder einmal die Gelegenheit sich als moderne, aufgeschlossene
und vor allem überaus gastfreundliche Nation
mit einem gesunden Nationalbewusstsein zu präsentieren,
was uns den Titel "Weltmeister der Herzen"
bescherte. Einstige Bedenken und Vorurteile gegenüber
dem Schwenken der deutschen Flagge bei Fussballturnieren
oder sonstigen Sportveranstaltungen waren völlig
unbegründet, denn unsere drei Landesfarben stammen
schließlich aus einer völlig anderen Zeit
und haben mit der unrühmlichen Geschichte Deutschlands
von 1933 bis 1945 und deren (seit Kriegsende in Deutschland
verbotenen) Symbolik rein gar nichts zu tun.
Doch woher kommt dann die
schwarz-rot-goldene Nationalflagge eigentlich?
Mit dem folgenden Artikel
möchten wir aufklären, woher die drei
Farben unserer Landesflagge stammen, was sie eigentlich
bedeuten und wie sie letztendlich zu unseren Nationalfarben
wurden.
Schwarz Rot
Gold - Wie entstand
die Deutschlandflagge?
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Die Farben
der deutschen Flagge haben eine sehr alte Tradition.
Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation
wurden Schwarz und Gold als kaiserliche Farben
verwendet. Nationalfarben gab es zu diesem Zeitpunkt
noch nicht. Im Laufe der Zeit wurde auf dem kaiserlich-goldenen
Schild ein Adler in Schwarz dargestellt. Erstmals
werden alle drei Farben während der Krönungs-zeremonie
von Friedrich Barbarossa 1152 erwähnt. Es
heißt, die Strecke vom Frankfurter Dom bis
zum Römerplatz sei von einem schwarz-rot-goldenen
Teppich ausgelegt worden, welcher später
unter dem Volk verteilt wurde und vereinzelt als
Flagge gehisst wurde.
Der erste belegbare Beweis stammt aus dem 14.
Jahrhun- dert. Auf einem Bild, welches um 1300
entstanden ist, wird Kaiser Heinrich VI. gezeigt.
Links oben befindet sich das kaiserlich-goldene
Schild mit schwarzem Adler, dessen Fänge
und Schnabel rot sind.
| Der
Schild ist ebenfalls rot umrandet. In Verbindung
mit einem einheit- lichen, deutschen Nationalstaat
wurden die Farben aber erst im 19. Jahrhundert
gebracht. Während
der Napoleonischen Kriege trug das sehr beliebte
Lützowsche Freikorps diese Farben.
Nach dem Krieg wurden die Farben des Freikorps
für die in Jena gegründete Urburschenschaft
verwendet. Diese
aus Studenten und ehemaligen Soldaten des
Freikorps bestehende Organisation hatte die
Vision von einem vereinten, deutschen Nationalstaat.
Ihre Fahne war Schwarz-Rot-Gold mit einem
goldenen Eichenlaub in der Mitte und roten
Fransen um die Ränder der Flagge. 1817
wurde diese erstmals auf dem Wartburgfest
präsentiert. Den Ursprung der Farben
der Urburschenschaft wurde mit den Farben
des Lützowschen Freikorps sowie anderer
Landsmannschaften und den Farben des Ersten
Deutschen Reiches erklärt, wobei - wie
oben erwähnt - die ursprünglichen
Farben Gold und Schwarz waren. |
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Schwarz, Rot und Gold waren Symbol für die
Befreiung Deutschlands in dem Krieg gegen Napoleon
gewesen. Sie wurden fortan für die Studentenschaften
(Burschenschaften) das Symbol für ein freies,
einheitliches Deutschland. In den folgenden Jahren
bis 1848 verbreiteten sich die Farben als Zeichen
für das Streben nach Freiheit, Bürgerrechten
und deutscher Einheit immer mehr. Während
des Hambacher Fests 1832 wurde die Fahne das erste
Mal in der heute bekannten Reihenfolge der Farben
gezeigt.
Durch die Unterdrückung der Freiheitsbewegungen
wurde die Trikolore immer mehr zum Symbol für
Demokratie, wie der Dichter Hoffmann von Fallersleben
1843 in seinem Gedicht "Deutsche Farbenlehre"
schilderte. Die drei Farben standen für die Hoffnung
eines vereinten Deutschlands. Mit Beginn der Märzrevolution
1848 wurden die drei Farben offiziell als Nationalfarben
vom Deutschen Bund anerkannt. Das oberste Gremium
des Deutschen Bundes bestand aus den jeweiligen Landesfürsten,
die somit die schärfsten Gegner der Freiheitsbe-
wegung waren. |
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Die Erklärung, Schwarz-Rot-Gold als Landesfarben zu wählen,
sollte das revoltierende Volk vorerst beruhigen und entsprach
keineswegs der Überzeugung der führenden Fürsten
und Könige. Nach dem Scheitern der Revolution und der
Demokra- tiebewegung 1849 wurden die Nationalfarben teilweise
sogar verboten. Für viele blieben sie jedoch weiterhin
ein Zeichen der Hoffnung und der Demokratie.
Mit Gründung des
2. Deutschen Reiches unter dem Einfluss Preußens,
bestimmte das Land auch die Farben der Nation. Schwarz-Weiß-Rot
waren nun die Symbolfarben des Deutschen Reiches. Diese
Symbolik entstand aus den Landesfarben von Preußen
und der norddeutschen Hansestädte. Während dieser
Zeit beanspruchten sowohl rechte als auch linke Parteien
und Vereinigung das schwarz-rot-goldene Banner für
ihre eigenen politischen Ziele. Die "Völkische
Bewegung" zum Beispiel verband die Farben mit der
germanischen Götterwelt.
Mit Gründung der Weimarer Republik 1919 wurde
Schwarz-Rot-Gold schließlich zur Nationalflagge
Deutschlands. Unter dem Natio- nalsozialismus wurde
die Flagge wieder abgeschafft und durch das Hakenkreuz
ersetzt. Mit Gründung der Bundesrepublik Deutschland
und der DDR sind Schwarz-Rot-Gold die Farben beider
deutschen Staaten und seit 1990 des vereinten Deutschlands.
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Der nächste
Fußball-Event wartet schon: Hier gibt es Flaggen
und weitere Fanartikel
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