1. Paketfilter: Anhand
von Quelladresse, Zieladresse und Zielport werden Datenpakete
durchgelassen oder verworfen. Beispielhaft kann das wie
folgt aussehen: Aus dem weltweiten Internet sind zum lokalen
Mailserver die üblichen Mail-Dienste wie SMTP oder
POP3 sowie IMAP zulässig. Der Mailserver darf in das
weltweite Internet E-Mails mittels SMTP versenden oder DNS-Anfragen
stellen. Aus dem LAN sind Administrations-Anfragen an den
Mailserver erlaubt. Alle weiteren Pakete werden in einer
Logdatei protokolliert und danach abgelehnt.
2. Stateful Inspection oder zustandsgesteuerte Filterung:
Der Nachteil einer einfachen Paketfilterung ist es, dass
der Server jedes Paket einzeln betrachten muss, und anhand
der Informationen in einem Datenpaket zu entschieden hat,
ob er es durchlassen will oder nicht. Die zustandsgesteuerte
Filterung merkt sich darüber hinaus den Status einer
Verbindung und kann so ein neues Datenpaket dem zusammenhängenden
Datenstrom richtig zuordnen und entsprechend dem festgelegten
Zustand handeln.
3. Application-Layer-Firewall: Hier wird zusätzlich
noch der Inhalt der Daten beachtet. Dies ist interessant
bei Webapplikationen, da dort die Inhalte einer bestimmten
Struktur zu entsprechen haben.
4. Content-Filter
(Inhalte-Filter): Diese Art der Filterung ermöglicht
die Einschränkung des Datentransfers bei der Internetnutzung
durch die Teilnehmer im LAN. So können ActiveX oder
JavaScript Komponenten aus angeforderten Webseiten herausgenommen
werden. Ebenso ist das Blockieren von Trojanern oder Viren
möglich. Man kann unerwünschten Webseiten entsprechend
bestimmter Schlüsselwörtern sperren oder nicht
gewünschte Anwendungsprotokolle wie zum Beispiel
Filesharing unter- binden. Hier ergeben sich allerdings
bestimmte Probleme. Sollten beispielsweise die vertraulichen
Informationen aus dem lokalen Netz zu nicht autorisierten
fernen Rechnern herausgefiltert werden, so müsste
erst erkannt werden, dass eine vertrauliche oder verschlüsselte
Informationen vorliegt.
5. Intrusion Detection
oder Intrusion Prevention Systeme: Beide
erkennen einen Einbruchsversuch durch Vergleich mit Kommunikations-
mustern. Der Unterschied ist, dass ein Intrusion Detection
System den Angriff lediglich erkennt während ein
Intrusion Prevention Systeme den Einbruchsversuch blockiert.
Darüber hinaus bieten diese Systeme die Möglichkeit
an, alle weiteren Verbindungsaufnahmen von der angreifenden
IP-Adresse zu stoppen. Diese Methode ist allerdings anfällig
für einen Denial of Service Angriff.