Worauf sollte man beim Kauf einer guten Matratze
achten?
Eine gute Matratze ist ein Garant für einen erholsamen
und entspannenden Schlaf. Die Herstellerangaben, ob eine
Matratze
weich oder hart ist, geben zwar eine grobe Orientierungsrichtlinie,
darauf verlassen sollte man sich allerdings nicht. Deshalb
sollte man Matratzen vor dem Kauf immer im Laden ausprobieren.
Der Matratzenkauf ist immer ein sehr subjektives Unterfangen,
da die richtige und sinvolle Auswahl unter anderem vom Körpergewicht
des Käufers bzw. des späteren Benutzers abhängt.
Beim Probeliegen sollte man sich auf die Seite legen und
eine zweite Person sollte beobachten, ob die Wirbelsäule
vom Hinterkopf bis zum Steißbein gerade liegt.
In Rückenlage darf es nicht möglich sein bei leicht
angespanntem Körper eine Hand unter das Hohlkreuz zu
schieben. Die Matratze muss sich ganz der Form der Wirbelsäule
anpassen. Ein weiteres Kriterium ist die so genannte Punktelastizität.
Diese kann man testen, indem man mit dem Finger in die Matratze
sticht. Bildet sich dabei ein steiler Trichter, hat die
Matratze eine gute Punktelastizität. Außerdem
sollte sich die Matratze, nachdem man sich auf sie gesetzt
hatte, nach dem Aufstehen schnell wieder in ihren Ursprungszustand
gelangen. Nach ungefähr acht bis zehn Jahren sollte
man allerdings jede Matratze austauschen, da man pro Nacht
bis zu 0,7 Liter Schweiß absondert und Matratzen somit
nicht nur mechanisch, sondern auch hygienisch verbraucht
sind.
Welche Arten von guten
Matratzen gibt es? Auf dem Markt werden eine Vielzahl
unterschiedlichster Matratzenarten angeboten.
Die Federkernmatratze:
Die Federkernmatratze ist die älteste gängige
Matratzenform für Betten
mit Lattenrost. Bei der Taschenfederkernmatratze befinden
sich in deren Inneren kleine Metall-Sprungfedern, die in
Taschen eingenäht sind. Darauf geht auch der Name Taschenfederkernmatratze
zurück. Im Gegensatz dazu sind bei der Bonnellfederkernmatratze
die Federn nicht einzeln ummantelt; sie ist insgesamt weniger
punktelastisch als die Taschenfederkernmatratze. Federkernmatratzen
eignen sich für Menschen, die nachts stark schwitzen;
sie sind robust und bleiben jahrelang in Form.
Die Latexmatratze: Diese
Matratze ist aufgrund ihres Materials sehr punktelastisch
und flexibel. Beim Kauf sollte man auf eine Perforierung
der Latexschicht im Inneren achten, um einen optimalen Feuchtigkeitsaustausch
zu erzielen. Man unterscheidet zwischen Natur- und synthetischem
Latex. Naturlatex (erkennbar an dem Gütesiegel QUL)
ist weniger haltbar, aber qualitativ sehr hochwertig. Diese
Matratzen sind auch für Milben-Allergiker gut geeignet.
Es werden aber auch oft Mischformen aus Naturlatex und synthetischem
Latex hergestellt. Latexmatratzen haben entweder einen Baumwoll-
oder Seidenüberzug, für kälteempfindliche
Personen empfiehlt sich eine Schurwolleummantelung.
Die Wasserbettmatratze:
Auch Wasserbetten besitzen eine Matratze, die aber nicht
mit Füllstoffen versehen ist, sondern - wie der Name
schon sagt - mit Wasser. Weitere Infos
zum Aufbau von Wasserbetten >>
Die Schaumstoff- bzw. Kaltschaummatratze:
Eine Einteilung in verschiedene Zonen macht diese Matratzen
qualitativ sehr hochwertig. Die Einteilung erfolgt entweder
durch Schnitte in den Schaumstoff oder durch die Schichtung
unterschiedlicher Schaumstoffe. Das Material an sich ist
leicht und lässt sich gut handhaben. Schaumstoffmatratzen
bestehen aus einem PUR-Kaltschaum/Visco-Kern. Qualitätsunterschiede
findet man u. a. in der Art der Herstellung, der Stauchhärte
und dem Raumgewicht (RG). Ab einem RG von 40 spricht man
von einer brauchbaren Qualität. Schaumstoffmatratzen
können sich sehr gut an die jeweiligen Körperformen
anpassen und haben eine hervorragende Punktelastizität.
Sie sind langlebig und nicht anfällig für Milben;
ihr Nachteil liegt in ihrer leichten Entflammbarkeit. Sie
sollten den Hinweis "allergikerfreundlich" tragen.
Die viskoelastische Matratze:
Diese Matratzen reagieren auf Körperwärme. An
warmen Stellen sinkt die Matratze ein. Sie macht keine Geräusche
und hat eine gute Punktelastizität, sowie eine große
Milbenresistenz. Nachteilig wirkt sich der schlechte Feuchtigkeitstransport
und der hohe Preis aus.
Die Naturmatratze: In
ihr werden nur Materialien verarbeitet, die in der Natur
vorkommen. Dabei handelt es sich um Naturlatex, Rosshaar,
Kokosfaser, Seegras und Stroh. Die Verwendung von unterschiedlichen
Materialien führt zu differenten Härtegraden.
Der Vorteil der Naturrohstoffe wird durch die rasche Kuhlenbildung,
den hohen Verschleiß, die Gefahr von Geruchs-, Milben-
und Pilzbildung minimiert.
Bitte beachten Sie folgendes: Selbst die beste Matratze
nützt nichts, wenn nicht auch ein hochwertiger Lattenrost
zum Einsatz kommt. Informieren Sie sich deshalb ergänzend
auch über die richtigen Lattenroste, damit einem guten,
gesunden und unbeschwerten Schlaf nichts mehr im Wege steht.
Entscheidungshilfe zum Kauf:
Die Stiftung Warentest hat schon viele Matratzentests durchgeführt,
die Ihnen die Entscheidung zum Kauf erleichtern können.
Zu den Tests:
http://www.test.de/suche/?q=matratzen