Schiffsfonds als Kapitalanlage



Infos zu Kapitalanlagen: Schiffsfonds / Schiffsbeteiligungen

ContainerschiffeIn den vergangenen Jahren ist die weltweite Nachfrage nach bestimmten Rohstoffen wie Eisenerz, Kohle oder auch Forstprodukte rasant gestiegen. Diese Güter werden in großen Massen per Seeweg in die ganze Welt transportiert und lassen somit auch Schifffahrtsgesellschaften kräftig mit provitieren. Durch sogenannte Schiffonds, oder auch Schiffsbeteiligungen, bei denen es sich um geschlossene Fonds handelt, kann auch der Anleger seinen Anteil aus diesem Erfolg schöpfen. Das eingesammelte Kapital wird hierbei in den Bau oder auch den Erwerb von Schiffen investiert. Der Fonds wird dann geschlossen, wenn genügend Investoren der Schifffahrtsgesellschaft beigetreten sind und somit genügend Eigenkapital in die Produktion neuer Meeresriesen eingebracht haben. Somit handelt es sich bei Schiffonds um Anlagemöglichkeiten mit einem bestimmten Platzierungsraum. Der private Investor wird nach der Anlage seines Geldes als Kommandist bezeichnet und hat in der Regel für etwa 10 bis 25 Jahre in ein Projekt zum Bau von Schiffen investiert, welches grundsätzlich vorher feststeht, also nicht einfach in einen offenen Geldpool fließt.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Mehrheit der Personen, die einmal Anleger in Schiffsfonds geworden sind, dies immer wieder tun. Mit etwa 44 Prozent ist das ein stolzer Prozentsatz. Interessant ist auch die Tatsache, dass bestimmte Berufsgruppen wie Angestellte, Ärzte und Apotheker und auch Freiberufler den Großteil der Investoren ausmachen.

Schiffsbeteiligungen sind in aller Regel unternehmerische Investitionen, die gewisse Vorteile, aber auch Nachteile haben. So herrscht noch immer das Problem, dass - da die Anleger ja ihr persönliches Eigenkapital der Schifffahrtsgesellschaft zur Verfügung stellen - ein Anspruch auf feste Zinsen oder auch einen geregelten Rückzahlungstermin für die Investition nicht vorhanden ist.

Oft wird der private Anleger nur an wirtschaftlichen Erfolgen seines Investments beteiligt. All dies ist der Fall, da ein fester Vertrag vorab nicht geschlossen wird und somit im "Worst Case" auch ein totaler Verlust des Geldes möglich ist. Ein weiterer Gefahrenfaktor ist die fehlende staatliche Kontrolle, wodurch Vorschriften, Befähigungs- oder Zuverlässigkeitsnachweise wegfallen und die Schiffsfonds zu einer unsicheren Angelegenheit machen. Jedoch kann die Beteiligung an einer Schifffahrtsgesellschaft auch als eine positive und renditestarke Investition betrachtet werden. Zum einen wäre ein Grund hierfür, dass, nachdem man sein Geld in Schiffsfonds angelegt hat, meist jährliche Auszahlungen im Bereich von etwa 8% bis 12% anfallen können.

Hier kann der Investor von der sogenannten Tonnagebesteuerung in Deutschland profitieren. Ein erheblicher steuerlicher Vorteil besteht außerdem darin, dass bei Anlage des Vermögens ein Freibetrag von 225.000 Euro festgelegt wurde, der bei Investition in Schiffsfonds, absolut steuerfrei sind. Dies dürfte insbesondere bei Erbschaften oder Schenkungen interessant sein, da diese in einem solchen Bereich besteuert werden müssten. Auch wird die Attraktivität dieser Anlagemöglichkeit durch as Einkommenssteuergesetz noch gesteigert. Bei Abfindungszahlungen wird hier die Versteuerung geregelt. Besonders bei niedrig zu versteuerndem Lohn könne hier hohe Vorteile im Gegensatz zum Normaltarif erzielt werden, was die Einkommenssteuer angeht.



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