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Sicheres Online-Banking
Schutz vor Phishing Attacken
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Sicherheit beim Internet-Banking
Unsere Banken behaupten zwar nach wie vor, Onlinebanking
sei - per Login auf der Bankenseite und der gewöhnlichen
TAN- Verschlüsselung – sicher, aber aus eigener
Erfahrung kann ich sagen, dass dem definitiv nicht so ist.
Mitte 2009 wurde ich selbst Opfer einer Phishing Attacke,
und zwar der übelsten Sorte (siehe Punkt 3. weiter
unten), ich konnte aber gerade noch das Schlimmste abwenden,
weil ich es rechtzeitig bemerkt habe. Niemals hätte
ich geglaubt, dass mir so etwas passiert, aber man lernt
einfach nie aus...
Die erschreckende Tatsache:
Selbst als ambitionierter Internetfreak, der die gängigsten
Tricks und Tücken sogenannter Phishing-Attacken und
sonstiger Online Betrugsversuche kennt und der beim Surfen
immer explizit auf Ungewöhnliches achtet, ist man vor
Online-Betrugsversuchen oder -Diebstahl nicht gefeit.
Neben den primitiven Phishing Varianten, die einem per E-Mail
zugehen und bei denen als
Absender die bekanntesten Banken angegeben sind, gibt es
inzwischen Systeme die noch viel ausgeklügelter sind
und die nur ein einziges Ziel verfolgen: Geld von ihren
Opfern abzubuchen. Der Besitzer des Zielkontos oder
das ausländische Zielkonto ist oftmals nicht ermittelbar.
Varianten für Online-Banking Diebstahl
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Phishing-E-Mails,
die einem durch gefälschte Banken-E-Mailadressen
und in ihrer Aufmachung suggerieren, von einer Bank
zu stammen und dazu auffordern einen Hyperlink anzuklicken
und auf der Zielseite (gefälschte Bankseite) seine
Logindaten sowie eine oder mehrere Ihrer geheimen TAN-Nummern
einzugeben. Hinweis:
Keine seriöse Bank oder Sparkasse wird Ihnen jemals
eine E-Mail senden oder gar Login- oder TAN-Daten per
E-Mail von Ihnen anfordern.
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Vorgeschaltete
Phishing Seiten, die
einem suggerieren, man befinde sich bereits auf der
Bankseite, die aber in Wirklichkeit nur das eine Ziel
verfolgen; einem die Zugangsdaten sowie eine oder mehrere
(zur Überweisung notwendige) TAN-Nummern zu entlocken.
So wird die korrekte Url der Bank beispielsweise durch
einen Trojaner oder sonstige Malware, die sich auf dem
Rechner eingenistet hat, in eine andere Url umgewandelt.
Ziel der Urls ist dann eine Fake-Seite, auf der dann
die Daten eingegeben werden sollen. Die Fake-Seite sieht
exakt so aus wie die gewohnte Bankseite und man erkennt
diesen Betrugsversuch nur dann, wenn man stets auf die
Adresszeile des Browser achtet und sich vergewissert,
dass die Adresse auch tatsächlich der Url der Hausbank
entspricht. Hinweis:
Achten Sie stets auf die Url in der Adresszeile Ihres
Browsers und schalten Sie den Phishingfilter Ihres Browsers
ein. Hier findet man
weitere Infos zum Thema Phishing.
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Eine ganz neue
Qualität: „Man
in The Middle“ Trojaner bzw. Malware:
Diese Variante ist sehr ausgeklügelt und kaum zu
enttarnen. Ablauf: Der Trojaner wird beim Besuch einer
infizierten Webseite oder per E-Mail auf den Rechner
geschleust und nistet sich ein, ohne weiter aufzufallen.
Er beginnt mit seinem Teufelswerk, sobald man sich auf
seiner (realen) Bankseite einloggen will, was bedeutet
- er wird erst mitten im Bankingvorgang aktiv und ist
nicht von einer gefakten Vorschaltseite abhängig.
Soll heißen; nach Eingabe der Login-Daten erscheint
eine Meldung z. B. „Aus Sicherheitsgründen
ist Ihr Login deaktiviert, Sie können es durch
die zusätzliche Eingabe der TAN Nr. XX wieder entsperren.“
Der Geschädigte nimmt hierbei dem Betrüger
sogar das Login ab und der Trojaner wird erst nach dem
Einloggen aktiv. Sobald man die TAN dann eingegeben
hat, gelangt man dann ganz regulär in seinen Account,
aber das Geld wurde bereits abgebucht. Dann muss man
sofort handeln, jede Minute zählt. (mehr hierzu
lesen Sie bitte weiter unten...)
Das Gemeine daran: Die
Meldung "Eine TAN-Eingabe zur Aufhebung einer Sicherheitssperre
ist erforderlich" wirkt sogar außerordentlich
vertrauenserweckend, denn man könnte annehmen,
dass ein Unbefugter sich ins Konto einhacken wollte,
ihm das aber aufgrund des fehlenden Passworts nach 3-maligem
Versuchen nicht gelungen ist. Und da man nur als befugte
Person im Besitz dieser TAN sein kann, klingt es auch
logisch dass man hiermit seinen Account - als einzige
Person - reaktivieren kann. Um
solche schadhafte Software zu vermeiden ist es enorm
wichtig, seinen Virenscanner
stets aktuell zu halten und selbst das hilft nicht immer.
Oftmals hats sich ein ganz neuer Virus oder Trojaner
bereits auf dem eigenen Rechner eingenistet, bevor die
Virensoftware diesen kennt. Lesen Sie hier mehr zum
Thema Virenschutz. Sehr
gut erklärt wird diese "Man in the Middle"
Variante auch auf folgender Infoseite der Sparkasse-Bielefeld.
Was tun, wenn einem durch Phishing Geld gestohlen
wurde?
Wichtig!
Schnelligkeit ist die wichtigste Waffe,
um einen (oftmals recht hohen) finanziellen Schaden
abzuwenden. In diesem Fall bitte sofort bei der
Bank anrufen und den Fall melden, denn dann kann
umgehend ein Überweisungsrückruf
eingeleitet werden und man bekommt sein
Geld wieder zurück. Die jeweilige Bank sperrt
den Onlinezugang dann umgehend und informiert
einen zudem über zusätzlich notwendige
Schritte, (Anzeige bei der Polizei? Kreditkarte
ebenfalls sperren? etc.). Ein Überweisungsrückruf
ist aber nur dann möglich, wenn das Geld
noch nicht auf dem Betrüger- resp. Zielkonto
eingegangen ist. Andernfalls kann auch das Zielkonto
der Transaktion von der Zielbank bis auf weiteres
eingefroren werden, bis eine Klärung erfolgt
ist. Auch dann besteht noch berechtigter Grund
zur Hoffnung.
Sollte man die Attacke aber zu spät bemerken
und das Geld ist schon vom Zielkonto abgehoben
oder weiter transferiert worden, ist man auf die
Kulanz der Bank angewiesen, um sein Geld zurück
zu bekommen. Viele Banken haben hierfür einen
Sicherungsfond angelegt, der solche Dinge unbürokratisch
abdeckt, weil verärgerte Kunden das Thema
„mangelnde Onlinebanking-Sicherheit“
nur unnötig anheizen würden und die
Banken sich dann in der Öffentlichkeit, der
Presse gegenüber oder gar vor Gericht rechtfertigen
müssten. Deshalb drücken die meisten
Banken bei solchen Vorfällen ein Auge zu
und erstatten den Schaden anstandslos (solange
nicht grob fahrlässig gehandelt wurde).
Grundsätzlich kann man sagen, je ernster
man sich mit dem Thema Online-Banking-Sicherheit
auseinandersetzt und je mehr Vorbeugungs- und
Schutzmaßnahmen ergriffen werden, umso eher
wir man sein Geld von der Bank erstattet bekommen.
Fahrlässiger Umgang mit den Zugangsdaten
oder TAN-Listen macht sich in den wenigsten Fällen
bezahlt.
Eine viel sicherere Technik
existiert bereits seit Jahren! Die Banken
wissen das und bieten diese sogar an, aber leider
werden die Kosten wieder einmal komplett dem
Verbraucher überlassen, der ja eigentlich
nichts dafür kann, dass die Sicherheit
über Login und TANs, aufgrund eingeschlichener
Viren, Trojaner oder Malware auch lückenhaft
sein kann. Immerhin bieten einige Banken schon
Chipkartenlesegeräte und Banking-Software
zu vergünstigten Konditionen an, aber an
einer selbstkritischen Aufklärung zum Thema
Risiken beim Onlinebanking mangelt es leider
noch.
Schutz vor Phishing Attacken oder wie wird
Online Banking sicherer?
Eine absolut hundertprozentiche
Siucherheit wird es nie geben. Um Online-Banking
aber (nach gegenwärtigem Technik- und Kenntnisstand)
sicher zu machen, sollte man zwei sinnvolle
Komponenten an Sicherheitszubehör miteinander
verbinden:
-
Eine Online
Banking Software (z. B. Starmoney)
Kosten ca. 50 EUR
-
Ein Chipkartenlesegerät
mit eigener Nummerntastatur
(welches die meisten Banken mit anbieten)
Kosten ca. 50 bis 100 EUR
Vorteil und Funktionsweise
dieser Kombination: Die Bankensoftware
wird über ein Passwort gestartet. Sie kommuniziert
mit den gängigsten Banken und speichert
alle wichtigen Konto- und Bankdaten auf dem
Rechner, so dass man die Bankseite erst gar
nicht besuchen resp. sich bei der Bank einloggen
muss, was Transaktionen durch Unbefugte mittels
gefälschten Bankseiten verhindern soll.
Normalerweise arbeitet diese Software im OFFLINE-Zustand.
In Kombination mit einem Chipkarten-Lesegerät
ist die Verwendung einer TAN-Liste nicht mehr
erforderlich.
Das Lesegerät und den erforderlichen Zugang
für Ihr Bankkonto erhalten Sie bei Ihrer
Bank. Das Gerät wird dann einfach mit dem
Computer verbunden (z. B. per USB). Will man
aktuelle Kontostände sehen (Aktualisieren)
oder Transaktionen durchführen, wird man
zum Einschieben seiner individuellen Banking-Checkkarte
(beim Lesegerät der Bank im Lieferumfang
enthalten) aufgefordert. Danach muss man seine
geheime Chipkartennummer eingeben, ohne die
keine Transaktion möglich ist. Erst dann
befindet man sich im ONLINE-Modus. Sobald eine
Transaktion oder eine Aktualisierung abgeschlossen
ist, geht das Programm wieder in den OFFLINE-Modus
zurück. Man ist also nie wirklich über
einen Browser mit der Bank verbunden, was den
Einsatz von Phishing-Attacken erheblich erschwert.
Online Banking ist dann
also nur möglich, wenn man...
-
das selbst definierte
Passwort seiner Banking-Software kennt
-
vor dem Rechner mit dieser
Banking-Software sitzt
-
die Chipkarte des Lesegerätes
zur Hand hat
-
die geheime Chipkartennummer
weiß
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Sicherheitszubehör fürs Onlinebanking
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