Sicherheit beim Internet-Banking
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Unsere
Banken behaupten zwar nach wie vor, Onlinebanking
sei - per Login auf der Bankenseite und der gewöhnlichen
TAN- Verschlüsselung – sicher, aber
aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dem
definitiv nicht so ist. Letze Woche wurde ich
Opfer einer Phishing Attacke der übelsten
Sorte (siehe Punkt 3. weiter unten), konnte aber
gerade noch das Schlimmste abwenden, weil ich
es rechtzeitig bemerkt habe. Niemals hätte
ich geglaubt, dass mir so etwas passiert, aber
man lernt einfach nie aus...
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Die erschreckende Tatsache:
Selbst als ambitionierter Internetfreak, der die gängigsten
Tricks und Tücken sogenannter Phishing-Attacken und
sonstiger Online Betrugsversuche kennt und der beim Surfen
immer explizit auf Ungewöhnliches achtet, ist man
vor Online-Betrugsversuchen oder -Diebstahl nicht gefeit. |
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Neben den primitiven Phishing Varianten, die einem per E-Mail
zugehen und bei denen als Absender die bekanntesten Banken angegeben
sind, gibt es inzwischen Systeme die noch viel ausgeklügelter
sind und die nur ein einziges Ziel verfolgen: Geld von ihren
Opfern abzubuchen. Der Besitzer des Zielkontos oder das
ausländische Zielkonto ist oftmals nicht ermittelbar.
Varianten für Online-Banking Diebstahl
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Phishing-E-Mails,
die einem durch gefälschte Banken-E-Mailadressen und
in ihrer Aufmachung suggerieren, von einer Bank zu stammen
und dazu auffordern einen Hyperlink anzuklicken und auf
der Zielseite (gefälschte Bankseite) seine Logindaten
sowie eine oder mehrere Ihrer geheimen TAN-Nummern einzugeben.
Hinweis:
Keine seriöse Bank oder Sparkasse wird Ihnen jemals
eine E-Mail senden oder gar Login- oder TAN-Daten per E-Mail
von Ihnen anfordern.
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Vorgeschaltete
Phishing Seiten, die einem
suggerieren, man befinde sich bereits auf der Bankseite,
die aber in Wirklichkeit nur das eine Ziel verfolgen; einem
die Zugangsdaten sowie eine oder mehrere (zur Überweisung
notwendige) TAN-Nummern zu entlocken. So wird die korrekte
Url der Bank beispielsweise durch einen Trojaner oder sonstige
Malware, die sich auf dem Rechner eingenistet hat, in eine
andere Url umgewandelt. Ziel der Urls ist dann eine Fake-Seite,
auf der dann die Daten eingegeben werden sollen. Die Fake-Seite
sieht exakt so aus wie die gewohnte Bankseite und man erkennt
diesen Betrugsversuch nur dann, wenn man stets auf die Adresszeile
des Browser achtet und sich vergewissert, dass die Adresse
auch tatsächlich der Url der Hausbank entspricht. Hinweis:
Achten Sie stets auf die Url in der Adresszeile Ihres Browsers
und schalten Sie den Phishingfilter Ihres Browsers ein.
Hier findet man weitere
Infos zum Thema Phishing.
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Eine ganz neue
Qualität: „Man
in The Middle“ Trojaner bzw. Malware:
Diese Variante ist sehr ausgeklügelt und kaum zu enttarnen.
Ablauf: Der Trojaner wird beim Besuch einer infizierten
Webseite oder per E-Mail auf den Rechner geschleust und
nistet sich ein, ohne weiter aufzufallen. Er beginnt mit
seinem Teufelswerk, sobald man sich auf seiner (realen)
Bankseite einloggen will, was bedeutet - er wird erst mitten
im Bankingvorgang aktiv und ist nicht von einer gefakten
Vorschaltseite abhängig. Soll heißen; nach Eingabe
der Login-Daten erscheint eine Meldung z. B. „Aus
Sicherheitsgründen ist Ihr Login deaktiviert, Sie können
es durch die zusätzliche Eingabe der TAN Nr. XX wieder
entsperren.“ Der Geschädigte nimmt hierbei
dem Betrüger sogar das Login ab und der Trojaner wird
erst nach dem Einloggen aktiv. Sobald man die TAN dann eingegeben
hat, gelangt man dann ganz regulär in seinen Account,
aber das Geld wurde bereits abgebucht. Dann muss man sofort
handeln, jede Minute zählt. (mehr hierzu lesen
Sie bitte weiter unten...)
Das Gemeine daran: Die Meldung
"Eine TAN-Eingabe zur Aufhebung einer Sicherheitssperre
ist erforderlich" wirkt sogar außerordentlich
vertrauenserweckend, denn man könnte annehmen, dass
ein Unbefugter sich ins Konto einhacken wollte, ihm das
aber aufgrund des fehlenden Passworts nach 3-maligem Versuchen
nicht gelungen ist. Und da man nur als befugte Person im
Besitz dieser TAN sein kann, klingt es auch logisch dass
man hiermit seinen Account - als einzige Person - reaktivieren
kann.
Um
solche schadhafte Software zu vermeiden ist es enorm
wichtig, seinen Virenscanner
stets aktuell zu halten und selbst das hilft nicht
immer. Oftmals hats sich ein ganz neuer Virus oder
Trojaner bereits auf dem eigenen Rechner eingenistet,
bevor die Virensoftware diesen kennt. Lesen Sie
hier mehr zum Thema Virenschutz.
Sehr gut erklärt wird diese "Man in the
Middle" Variante auch auf folgender Infoseite
der Sparkasse-Bielefeld.
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Was tun, wenn einem durch eine Online-Attacke Geld gestohlen
wurde?
Wichtig!
Schnelligkeit ist die wichtigste Waffe, um einen
(oftmals recht hohen) finanziellen Schaden abzuwenden.
In diesem Fall bitte sofort bei der Bank anrufen und
den Fall melden, denn dann kann umgehend ein Überweisungsrückruf
eingeleitet werden und man bekommt sein Geld
wieder zurück. Die jeweilige Bank sperrt den Onlinezugang
dann umgehend und informiert einen zudem über zusätzlich
notwendige Schritte, (Anzeige bei der Polizei? Kreditkarte
ebenfalls sperren? etc.). Ein Überweisungsrückruf
ist aber nur dann möglich, wenn das Geld noch nicht
auf dem Betrüger- resp. Zielkonto eingegangen ist.
Andernfalls kann auch das Zielkonto der Transaktion
von der Zielbank bis auf weiteres eingefroren werden,
bis eine Klärung erfolgt ist. Auch dann besteht
noch berechtigter Grund zur Hoffnung.
Sollte man die Attacke aber zu spät bemerken und
das Geld ist schon vom Zielkonto abgehoben oder weiter
transferiert worden, ist man auf die Kulanz der Bank
angewiesen, um sein Geld zurück zu bekommen. Viele
Banken haben hierfür einen Sicherungsfond angelegt,
der solche Dinge unbürokratisch abdeckt, weil verärgerte
Kunden das Thema „mangelnde Onlinebanking-Sicherheit“
nur unnötig anheizen würden und die Banken
sich dann in der Öffentlichkeit, der Presse gegenüber
oder gar vor Gericht rechtfertigen müssten. Deshalb
drücken die meisten Banken bei solchen Vorfällen
ein Auge zu und erstatten den Schaden anstandslos (solange
nicht grob fahrlässig gehandelt wurde).
Grundsätzlich kann man sagen, je ernster man sich
mit dem Thema Online-Banking-Sicherheit auseinandersetzt
und je mehr Vorbeugungs- und Schutzmaßnahmen ergriffen
werden, umso eher wir man sein Geld von der Bank erstattet
bekommen. Fahrlässiger Umgang mit den Zugangsdaten
oder TAN-Listen macht sich in den wenigsten Fällen
bezahlt. |
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Eine viel sicherere Technik existiert
bereits! Die Banken wissen das und bieten diese sogar
an, aber leider werden die Kosten wieder einmal komplett dem
Verbraucher überlassen, der ja eigentlich nichts dafür
kann, dass die Sicherheit über Login und TANs, aufgrund
eingeschlichener Viren, Trojaner oder Malware auch lückenhaft
sein kann. Immerhin bieten einige Banken schon Chipkartenlesegeräte
und Banking-Software zu vergünstigten Konditionen an, aber
an einer selbstkritischen Aufklärung zum Thema Risiken
beim Onlinebanking mangelt es leider noch.
Schutz vor Phishing Attacken oder wie mache ich Online Banking
sicherer?
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Eine absolut hundertprozentiche Siucherheit wird es
nie geben. Um Online-Banking aber (nach gegenwärtigem
Kenntnis- und Technikstand) sicher zu machen, sollte
man zwei sinnvolle Komponenten miteinander verbinden:
-
Eine Online
Banking Software (z. B. Starmoney)
Kosten ca. 50 EUR
-
Ein Chipkartenlesegerät
mit eigener Nummerntastatur
(welches die meisten Banken mit anbieten)
Kosten ca. 50 bis 100 EUR
Vorteil und Funktionsweise
dieser Kombination: Die Bankensoftware wird
über ein Passwort gestartet. Sie kommuniziert
mit den gängigsten Banken und speichert alle
wichtigen Konto- und Bankdaten auf dem Rechner, so
dass man die Bankseite erst gar nicht besuchen resp.
sich bei der Bank einloggen muss, was Transaktionen
durch Unbefugte mittels gefälschten Bankseiten
verhindern soll. Normalerweise arbeitet diese Software
im OFFLINE-Zustand. In Kombination mit einem Chipkarten-Lesegerät
ist die Verwendung einer TAN-Liste nicht mehr erforderlich.
Das Lesegerät und den erforderlichen Zugang für
Ihr Bankkonto erhalten Sie bei Ihrer Bank. Das Gerät
wird dann einfach mit dem Computer verbunden (z. B.
per USB). Will man aktuelle Kontostände sehen
(Aktualisieren) oder Transaktionen durchführen,
wird man zum Einschieben seiner individuellen Banking-Checkkarte
(beim Lesegerät der Bank im Lieferumfang enthalten)
aufgefordert. Danach muss man seine geheime Chipkartennummer
eingeben, ohne die keine Transaktion möglich
ist. Erst dann befindet man sich im ONLINE-Modus.
Sobald eine Transaktion oder eine Aktualisierung abgeschlossen
ist, geht das Programm wieder in den OFFLINE-Modus
zurück. Man ist also nie wirklich über einen
Browser mit der Bank verbunden, was den Einsatz von
Phishing-Attacken erheblich erschwert.
Online Banking ist dann also
nur möglich, wenn man...
-
das selbst definierte Passwort
seiner Banking-Software kennt
-
vor dem Rechner mit dieser Banking-Software
sitzt
-
die Chipkarte des Lesegerätes
zur Hand hat
-
die geheime Chipkartennummer
weiß
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Sicherheit
durch Banking-Software:
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Tipps zur sicheren
Anlage Ihres Vermögens:
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