Archive for Dezember, 2008

Webmastertools / Linkabfrage / Verschiedene IPs wozu?

Dass die “link:” Abfrage bei Tante Goo Schrott  anzeigt, weiß inzwischen jeder, der sich halbwegs mit der Optimierung seiner Seiten für Google beschäftigt hat. Und dann gibt es ja noch Suchmaschinen wie Yahoo und Alltheweb bei denen man mehr Links angezeigt bekommt, aber halt auch die, die Google eh nicht verwertet (z.B. massenhaft interne Links oder side wide Links auf anderen Portalen).

Eine gute Alternative war es bis vor kurzem noch, einfach den Domainnamen ohne www und http:// einzugeben, so hat man sehr viele Links und auch unverlinkte Erwähnungen zu seiner Domain finden können. Aber auch diese Variante wir zunehmend ungenauer und verwaschener. Was Backlinkabfrage angeht, so ist derzeit nur noch das Toll von Sistrix (welches seit kurzer Zeit nur noch gegen sattes Geld zu haben ist) und die Gratistools http://www.x4d.de/backlinkchecker und http://classic.linkdiagnosis.com empfehlenswert. Aber auch diese zeigen nicht nur die Links an, die Google verwertet, sondern auch viele andere. Oder kennt noch jemand was besseres? :o /

Ansonsten bleiben also nur noch Webmastertools als vernünftige Lösung übrig, um typische Google-taugliche Links abzurufen. Auf die ganzen Backlinkabfrage-Tools kann man ja eh getrost verzichten.

Ohne Webmastertools und Analytics ist eine gute Optimierung also kaum mehr vorstellbar. Ich nutze diese Tools auch sehr gerne, aber wenn man dort alle seine Domains hinterlegt hat; wofür braucht man dann eigentlich noch verschiedene IPs? Hierzu muss ich erwähnen, dass meine drei bestverdienensten Websites alle auf der selben oder fast selben IP liegen und bislang hatte ich damit noch keine Nachteile. Die selbe Frage stellt sich einem auch, wenn man ein Adsense-Konto hat und dort sämtliche seiner Domains als Url-Channels definiert hat. Jetzt noch herauszufinden, welche der Domains miteinander verlinkt sind, dürfte keine technischen Probleme mit sich bringen. Google könnte da ganz locker radikal aufräumen.

Google betrachtet also uns Webmaster ebenfalls als Partner, wenn wir WMT und Adsense benutzen? Anders kann ich mir das nicht erklären.

Google Browser – ganz schön still geworden…

Nach all den großformatigen Ankündigungen des neuen Google Browsers “Chrome” Anfang September 2008 und der kurz darauf folgenden Ernüchterung in Form von datenschutzrechtlichen Bedenken (“Experten warnen vor Chrome” tickerte es schon wenige Tage nach der Veröffentlichung der Beta-Version über sämtliche Presseverteiler), ist es jetzt doch relativ schnell sehr ruhig um das Thema geworden. Diese Browser-Entwicklung scheint man der Kategorie “Flop des Jahres” zuordnen zu können. 

Tja Liebe Tante Google, wer zuviel über seine User wissen will, der muss sich auch mal Rückschläge gefallen lassen. Bin aber sicher, Google steckt das locker weg und widmet sich längst neuen Innovationen, nach dem alten Motto “5 Dinge anfangen und wenn 1…2 davon Erfolg haben, ist alles in Butter”. Der Browser gehört jedoch sicherlich zu den Verlierern, denn eine richtige Innovation ist dieser Browser bis heute nicht, wenn man von den vielen Datenpaketen absieht, die Google damit zu Verwertung heranziehen kann. Alles andere gibt es bereits und das auch besser….

SEO Fazit – Leben ohne Pagerank

Ungefähr 1 Jahr ist es nun her, als Google zum Radikalschlag gegen PR-Fanatiker ausholte. Reihenweise wurden Sites heruntergestuft und vielen Webkatalogen (primär Wald- und Wiesen Kataloge mit einem fertigen Script à la Link-Directory) wurde der grüne Pallus-Balken sogar ganz entzogen, was diese Katalogdienste bei vielen Usern wiederum unattraktiv machte und die jetzt vor sich hindümpeln und auf ein Wunder warten.

Google hackte der U.S. basierten PR-Vermietungschlange (Sites mit PR 9 oder 10, die PR bis nach Europa weiterverkauften, und deren Betreiber damit einen Haufen Asche machten) einfach den Kopf ab und weltweit wurden Sites, deren PR aus solchen Netzen stammte und der sich über viele weitere Sites weitervererbte, auf einmal ihres PRs entledigt oder wurden heruntergestuft.

Was hat sich aber nun geändert? Für die alltägliche SEO-Arbeit eigentlich nichts, außer man hat zuvor den PR zu kommerziellen Zwecken verwendet. Dass dieser schon seit Jahren keinen Einfluss aufs Ranking mehr hat, ist ja jedem einigermaßen guten SEO schon lange klar. Dennoch haben viele Dienste (u. a. auch auf Drängen der Kundschaft) am PR festgehalten und diesen halt mitvermarktet und manche tun das wahrscheinlich sogar noch heute.

Interessant wäre zu wissen, wie es anderen SEOs ergangen ist und welche Veränderunen sich bei ihnen abgezeichnet haben, seit man den PR nicht mehr so ernst nimmt oder gar (so wie ich), den PR bei der Optimierung von Kundenprojekten überhaupt nicht mehr einbezieht. 

Ich kann (für mich) jedenfalls nur postivies berichten, der Markt und der Bedarf nach SEO hat sich dadurch überhaupt nicht verändert und was letztendlich (auch für den Kunden) zählt, ist das Ranking und das was er dadurch an positiven Auswirkungen für sein Unternehmen ableiten kann. Der PR Balken ist für mich eine Google-Oldie-Funktion und nur noch ein Relikt aus den Anfängen meiner SEO-Tage. Er ist allerhöchstens noch brauchbar, um mit einem Blick zu sehen, dass eine Seite bei Google im Index gelistet ist und sie auch schon externe Links haben muss.

Viel entscheidender ist doch, wie man Partnerschaften und Links so umsetzt, dass sie sowohl von Sumas als auch von den Nutzern auch als wahre Empfehlungen verstanden und somit im Ranking honoriert werden können. 

Popel-Links in dummen Linklatten oder versteckt am unteren Seiterand haben eh keine Zukunft mehr. Die Zeit für die Umsetzung solcher Partnerschaften kann man sich eigentlich auch gleich sparen.